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Buchtipps - Das Sil,arillion


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Das Silmarillion - J.R.R. Tolkien

Das Silmarillion erzählt jene Begebenheiten, welche im Hobbit und im Herrn der Ringe immer wieder flüchtig als historischer Hintergrund auftauchen. Es ist jedoch viel mehr als eine Ergänzung zu diesen Werken und auch in einem anderen, edler und älter wirkenden Stil geschrieben. Das Buch fällt wohl unter die Kategorie `Fantasy`, ist aber viel mehr eine von Tolkien (der in Oxford Professor für Alt- und Mittelenglisch war) selbst konstruierte Mythologie. Entsprechend beginnt es mit der Erschaffung der Welt, erzählt dann, wie das Böse in die Welt kam und vom aussichtslosen Krieg der eben erst erschaffenen Elben und Menschen mit Morgoth, der Verkörperung jenes Bösen, welcher die Silmaril, drei heilige Steine, stiehlt.

Tolkien selbst arbeitete an der Mythologie und den damit verbundenen Geschichten über 50 Jahre bis zu seinem Tod, wobei diese immer wieder Ihre Gestalt änderten, in den Grundzügen jedoch fast unverändert blieben. Von seinem Sohn Christopher vollendet erschien es schließlich 4 Jahre nach seinem Tod. Einen Überblick über die früheren Versionen findet man in den Verschollenen Geschichten sowie der History of Middle-Earth.
Das Buch verwirrt zu Anfang durch seine sehr hohe Anzahl an Namen in den durch Tolkien selbst erfundenen Sprachen der Elben und Menschen sowie den im Vergleich zu anderen (historischen) Mythologien (z.B. den griechischen Göttersagen) ungewöhnlichen Tiefgang und Vielschichtigkeit der Geschichten. Tatsächlich sollte man das Buch durchaus mehrmals lesen, um es bis in seine Grundzüge verstehen zu können. Man wird dabei auch immer wieder auf Neues stoßen und so lange seine Freude daran haben.

Tatsächlich liest sich das Silmarillion gänzlich anders als ein herkömmlicher Roman. Es gibt keine `Hauptpersonen`, bzw. dutzende davon, je nach Sichtweise. Die Haupthandlung erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa 600 Jahren. Dialoge sind relativ selten zu finden, dafür viel erzählerisches, beschreibendes. Der Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig (da heute selten anzutreffen), zeugt aber von einem gekonnten Umgang mit der Sprache. Die deutsche Übersetzung ist zwar gut gelungen, dennoch sollte, wer die Kenntnisse dazu mitbringt, sich an der englischen Originalversion versuchen.

Das ŽleagueŽ der Originalversion übrigens wurde auf Deutsch als `Meile` übersetzt. Diese Meile entspricht allerdings einer Länge von etwa 5km, anderenfalls findet die Geschichte in einem viel zu kleinen Maßstab statt.

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Das Silmarillion
The Silmarillion



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