Randbereiche der Wissenschaft

Verzeichnis Was solls? Impressum





© Jumk.de Webprojekte

Partnerseiten:
Linux Games
Baumschule & Gartenshop
 
Astronomie, Geographie, Geschichte

Der Bergsturz von Köfels

Vor fünf bis zehntausend Jahren ereignete sich bei dem heutigen Köfels im Ötztal ein gewaltiger Bergsturz. In dem stürzenden Gestein wurden solche Temperaturen erreicht, dass das Gestein schmelzen und zu Köfelsit verglasen konnte. Die Ursache des Bergsturzes ist unbekannt, es gibt aber eine interessante und plausible Theorie:

Im Britischen Museum liegt seit längerer Zeit eine sumerische Tontafel mit der Katalogbezeichnung K8538. Die Sumerer schrieben in Keilschrift, bei der die Symbole oft ihre Bedeutung änderten und sehr kontextabhängig waren, was eine Entzifferung generell nicht einfach macht. Dennoch ist sie den Wissenschaftlern Alan Bond und Mark Hempsell vielleicht gelungen und enthüllt, falls sie recht haben sollten, Sensationelles.
Auf der Tontafel sind neben der Keilschrift auch Symbole zu finden, die den Sternenhimmel zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt darstellen, an Hand der Planetenkonstellation wurde der 29. Juni 3123 vor unserer Zeit als wahrscheinlichstes Datum ermittelt. Über die Sternbilder hinweg geht eine Linie, welche auf der Tafel wohl sehr genau beschrieben wurde. Leider ist viel vom Inhalt der Tafel bei einem Brand in assyrischer Zeit zerstört wurden. Dennoch wurde rekonstruiert, dass es sich um die Aufzeichnung eines 1,3 Kilometer großen Asteroiden gehandelt habe, dessen Bahn in den frühen Morgenstunden von Mesopotamien aus ab dem Golf von Aden bis über die Adria beobachtet werden konnte. Diesen Weg legte der Asteroid in etwa 5 Minuten zurück, was einer Geschwindigkeit von über 50.000 Stundenkilometern entspricht (das ist für Asteroiden normal). Seine Helligkeit war etwa das Zehnfache der Venus und seine Ausdehnung am Himmel, obgleich gering, war dennoch mit bloßem Auge sichtbar. Der Winkel der Asteroidenbahn zur Erde betrug nur etwa sechs Grad, was die so lange Beobachtungsdauer erklärt.
Knapp eine Minute, nachdem der Asteroid von der sumerischen Sternwarte, wo die Beobachtung gemacht wurde, außer Sicht geriet, erfolgte der Einschlag. Laut Theorie traf er die Spitze des heute 2815 Meter hohen Gamskogel. Tatsächlich würde ein etwa ein Kilometer großer, runder Körper ganz gut neben den heutigen Gipfel in Richtung Köfels hereinpassen. An dieser Stelle explodierte der Asteroid und verwandelte sich in eine riesige Wolke aus Wasserdampf und Staub. Dies erklärt, warum kein Krater entstand. Eine solche Wolke würde einen Druck entwickeln, der nicht nur den Bergrutsch bei Köfels erklären kann, sondern auch in einem sehr großen Umkreis jegliches Leben vernichtet haben und die menschliche Zivilisation in den Alpen weit zurückgeworfen haben dürfte. Auch eine globale Klimaänderung für einige Jahre wäre eine Folge. Es entstand eine um die 900 Kilometer hohe Rauchfahne.
Dieses Ereignis, sollte es so stattgefunden haben, wie von den beiden Wissenschaftlern behauptet, würde auch kulturell einige Einflüsse gehabt haben. Aus dem heute kroatischen Raum sind Tongefäße aus jener Zeit bekannt, die Muster zeigen, welche einem Atompilz ähneln. In Sumer wurde in den Legenden gleichen Alters der eine Hauptgott von einem anderen abgelöst, was eine mögliche damalige Interpretation des Schauspieles war, welches sich natürlichen Erklärungen völlig entzog. Und auch die Bibelgeschichte um die Vernichtung von Sodom und Gomorrha könnte auf diesen Einschlag zurückzuführen sein.

Die sumerische Sternwarte könnte außerhalb der mesopotamischen Stadt Kisch gelegen haben. Die Aufzeichnung des Himmels über die ganze Nacht hinweg auf einer Tontafel war vermutlich eine (ungeliebte) Routineaufgabe der Astronomen. Diese Tafeln wurden normalerweise nicht gebrannt, sondern wieder gelöscht. Kurz vor Ende der Nacht kam aber der Asteroid und der folgende verheerende Einschlag und so wurde diese Tontafel gebrannt und archiviert. Die Tafel war den Sumerern, den Akkadiern und ihren Nachfolgern anscheinend so wichtig, dass sie 2400 Jahre später noch kopiert wurde. Das Original ging verloren, aber diese Kopie, K8538, aus dem Jahr 700 vor unserer Zeit, blieb erhalten. Bei der Kopie wurde allerdings die ursprüngliche Keilschrift in die modernere Variante dieser Zeit übersetzt, was die Interpretation der Tafel nicht gerade erleichtert hat, aber ihre Bedeutung, die sie gehabt haben muss, unterstreicht. Im 19 Jahrhundert schließlich kam die Tafel von einer Sammlung in Niniveh aus nach England und hatte sich dort lange gegen eine Interpretation gesperrt.



Buch: A Sumerian Observation of the Köfels' Impact Event



(23.04.2008)

Defekte Links bitte dem Webmaster melden: juergen [at] jumk [dot] de


Suchen nach:
Suchbegriffe:
In Partnerschaft mit Amazon.de